Drei Jahre haben wir neue Formate für die digitale Jugendarbeit entwickelt. Hier sind die Ergebnisse!

Ausgehend von einer Jugendumfrage im Jahr 2023 zeigte sich in Aarau ein deutliches Interesse junger Menschen an niederschwelligen, digitalen Beteiligungsformen – als Alternative zu klassischen Formaten wie einem Jugendparlament. Im Anschluss an einen Workshop mit Jugendlichen wurde die Idee einer Beteiligungs-App konkretisiert. Nach einer intensiven Recherche fiel die Wahl auf die Senf.App, die nun spezifisch für Aarau angepasst wird.
Eine Bedürfniserhebung mit dem Titel digitale Medien-Kreativität vs. Konsum bei den erst- und zweit- Oberstufen ergab ein hohes Interesse für digitale Produktionsmethoden (3D Druck) sowie VR Brillen. Dies führte zur Idee, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, digitale Produktionsmethoden auszuprobieren sowie Virtual Reality zu erfahren.
Die Jugendarbeit Entremont plant eine partizipative Website, auf der Jugendliche ihre Interessen, Projekte und kreative Arbeiten – etwa aus Kunst, Musik oder Sport – präsentieren können. Eine Umfrage mit über 20 Jugendlichen zeigte deutliches Interesse an einer solchen Plattform, die auch zur Sichtbarkeit jugendlicher Lebenswelten in der breiten Bevölkerung beitragen soll. Ziel ist es, Jugendliche nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestaltende einzubinden. Die Website soll dabei funktional, einfach zugänglich und generationenübergreifend nutzbar sein.
Nach Rücksprachen fiel die Wahl auf WordPress als technische Grundlage – flexibel, nachhaltig und für Jugendliche gut bedienbar. Um hohe Folgekosten zu vermeiden, soll die Plattform ohne externe Betreuung anpassbar bleiben. Erste Entwürfe liegen vor; um sie weiterzuentwickeln, wird ein Design-Workshop mit Jugendlichen vorbereitet.ibung
Das Projekt in Neuchâtel entstand aus dem Wunsch, eine digitale Infrastruktur zur Unterstützung der Jugendarbeit aufzubauen. Aufgrund des starken personellen Wachstums im Team entstand ein neues Bedürfnis: ein digitales Management-Tool zur internen Koordination sowie zur Kommunikation mit Jugendlichen und Eltern.
Nach umfassender Prüfung wurde eine kombinierte Lösung gewählt: Microsoft Teams für die interne Kommunikation und Projektorganisation des Teams, ergänzt durch eine Schnittstelle zu OpenProject, das Jugendlichen als partizipative Projektplattform dient. Diese Hybridlösung vereint die Stabilität und Funktionalität von Microsoft-Produkten mit der Offenheit und Nutzerfreundlichkeit von Open Source, insbesondere für jugendliche Nutzer:innen.
Die Frage der Gestaltung partizipativer Prozesse wurde während des ganzen Projektverlaufs intern wie auch mit der Projektbegleitung reflektiert. Ziel ist es, die gemachten Erfahrungen mittels eines Fachartikels niederzuschreiben und so anderen Anbieter*innen der offenen Kinder- und Jugendarbeit zugänglich zu machen.
Ein Projekt der Fachhochschule Nordwestschweiz, Jugendarbeit.digital und des DOJ mit Iman Ibragic, India Nagler, Olivier Steiner, Martina Gerngross, Eike Rösch, Julia Gerodetti, Gabriel Meisel, Chloé Restauri, Ketty Gnassia, Rafael Freuler, Marcus Casutt.